Red Bull 3:1 1.Fc Köln

28.02.2017

Der 22. Spieltag stellte für uns eine traurige Geschichte dar. Es stand das Auswärtsspiel bei Red Bull Leipzig an. Hatte man sich für die Heimspiele noch davon überzeugt, dass es das beste sei, im Müngersdorfer Stadion präsent zu sein und den Schweinen von Red Bull nicht unser Stadion zu überlassen, ging die Entscheidung für unsere Auswärtsauftritte in die andere Richtung.
Nach monatelanger Diskussion innerhalb unserer Gruppe und der Szene hat es sich letztendlich als die beste Lösung heraus kristallisiert, dass wir den Auswärtsspielen unseres geliebten Fc bei Red Bull in Leipzig fern bleiben. Bedenken, aber eben auch Gründe, gibt es hierfür genug.
Klar spielen hierbei Gedankengänge "was ist, wenn wir im Pokalhalbfinale in Leipzig spielen oder am letzten Spieltag in Leipzig um die Meisterschaft oder gegen den Abstieg antreten" mit. Klar spielt es eine Rolle, wie viele Fc-Fans wir nachhaltig vom Fernbleiben dieses Auswärtsauftritts unseres Fc überzeugen und mitziehen können. Klar hinterfragt man, warum man die Auswärtsauftritte bei den bisher kritischen Modellen wie Hoffenheim und Co besucht und klar und als wichtigster Punkt "wollen wir unseren geliebten Fc, unseren Verein, unsere rot weißen Krieger in Leipzig alleine lassen, nicht supporten?".
Letztendlich überwiegen dennoch die Argumente für ein Fernbleiben. Wir möchten dem traditionellen Fußball, einem Fußball fürs Volk, einem Fußball für den einfachen Mann und die einfach Frau, einem Fußball für dich und mich die Stange halten. Wir möchten einen Vereinsfußball, in dem neben allen Spielern und Funktionären alle Mitglieder und Fans eine Rolle einnehmen können. Wir möchten einen Fußball ohne Wettbewerbsverzerrung, in dem der bessere gewinnt und nicht der mit der meisten Kohle. Uns begeistert ein Fußball, in dem Vereine mit starken Jugendspielern aus der eigenen Stadt und Region Erfolg haben. Wir möchten einen Fußball, in dem wir uns alle widerspiegeln und wiederfinden können. All dies sind Werte des Sports Fußball, die uns als Ultras wichtig sind und die wir in Leipzig bei Red Bull mit den Füßen getreten sehen. Das letztendlich alle anderen kritischen finanziellgespritzten Konstrukte im Deutschen Fußball wie Hoffenheim, Wolfsburg, Ingolstadt und viele mehr eine gewisse Akzeptanz gefunden haben, macht die Sache nicht besser, sondern schlimmer. Eben in diesen Fällen ist das Fußballvernichtende irgendwo weggeredet, mit der Zeit nicht ganz ernst genommen worden und letztendlich in einer Art Akzeptanz dieser Retortenvereine in fast ganz Fußballdeutschland geendet.
Dennoch sind diese Konstrukte eine harmlose Form des nun, bzw. seit 2009, entstandenen Konstrukts Red Bull Leipzig. Auch dieses Konstrukt wurde während der Zeit seines Aufstiegs nicht mit der notwendigen Konsequenz aufgehalten und plötzlich sind die Bullenschweinen auf Vizemeisterkurs. Warum RB Leipzig dabei der ganzen Schose den absoluten Deckel aufsetzt, wird schnell klar.
RB Leipzig stellt für uns gar keinen Verein dar, denn ein Verein lebt immer von seinen Mitgliedern. Das es in Leipzig wohl nur ganz speziellen Menschen erlaubt ist, Mitglied bei RB zu werden, macht das ganze so untragbar und entpuppt das Konstrukt RB Leipzig als Diktatur. Einen Mitgliedsbeitrag zu installieren, der in die Tausende Euro ragt und weitere schwer durchschaubare Aufnahmekriterien für eine stimmberechtigte Mitgliedschaft machen deutlich, dass hier die Grundsätze einer Vereinsmitgliedschaft und damit die Struktur eines Vereins in Leipzig gar nicht gewünscht ist. Kritische Stimmen werden hiermit unterdrückt, um das Produkt RB ohne Kritik von außen aufzubauen. Das es trotzdem so viele Menschen gibt, die diesem Scheiß blind hinterher dackeln, zumindest bei Heimspielen der Bullen, macht das ganze nochmal trauriger. Und das ganze wird, na klar, tatenlos vom DFB hingenommen. Für uns ein Tritt ins Gesicht für alle Traditionsvereine und speziell für alle Traditionsvereine, die in Liga 2 oder mittlerweile sogar Liga 3 abgestiegen sind und Platz für ein Konstrukt wie RB Leipzig machen müssen. Bis auf eine "Logoänderung", die es für uns quasi nicht gegeben hat (ja, das Logo von RB Leipzig ist immer noch eine schlechte Kopie des Red Bull Logos) und blödes Geschwafel von "ausgeglichener Transferbilanz", gab es keinen Gegenwind seitens des DFB, der doch sonst überall Moralprediger Nummer 1 ist. Auch die mehr als offensichtlichen Mafia-Spielerschieberei zwischen Leipzig und Salzburg wurden ohne jegliche Gegenwehr hingenommen, moralisch eine Sauerei. Schlussendlich sind es natürlich auch die überhohen Gelder, die Red Bull in das Konstrukt RB Leipzig fließen lässt, die für uns nicht hinnehmbar sind. Geld, was sich andere Vereine über Jahre durch kluges und erfolgreiches Wirtschaften erarbeiten, fließen hier mit einem Überweisungsschein. Eine Tatsache und gleichzeitig ein Missstand, der einfach nicht sein darf. Wir wollen keine Investoren, keine Machthaber, keine Geldgeber, die den Fußball mit ihren Finanzspritzen um seine Schönheit bringt.
Kurz zusammengefasst: Das Konstrukt RB Leipzig tritt viele, wenn nicht alle, Werte, für die wir als Ultras stehen, mit Füßen und einem solchem Bruch unserer geschätzten Traditionen und Eigenarten können wir nicht normal gegenüber treten. Dementsprechend haben wir uns als Gruppe dazu entschieden, dem Auswärtsspiel unseres 1.Fc Köln bei RB Leipzig fern zu bleiben, weil es schlussendlich für uns die folgerichtige Entscheidung ist und wir mit unseren Kölschen Herzen in Leipzig bei Red Bull im Stadion schlichtweg nicht sein wollen, auch wenn es am letzten Spieltag um die Meisterschaft geht.
Wir hoffen, dass wir nicht nur dieses Jahr, sondern auch in Zukunft viele Fc-Fans mitziehen und vom Fernbleiben unseres Gastspiels bei RB fernhalten können. Grundsätzlich gehen hier die Meinungen nicht weit auseinander und die die Fc-Familie steht eng zusammen. Dennoch möchten wir jetzt schon deutlich machen, dass wir auch in Zukunft die Spiele bei Red Bull nicht besuchen werden, auch wenn der Gästeblock irgendwann mal voll sein wird, auch wenn wir mit unserer Meinung als Gruppe und Szene irgendwann alleine dastehen sollten. Wir stehen für unsere Werte ein und werden wie immer unser Wort halten.
Somit stand ein Alternativprogramm als Ersatz für die Reise nach Leipzig an. Kurz gefasst trafen wir uns früh am Geissbockheim, um mit einem Vortrag über Vereinsstrukturen in der Bundesliga in den Tag zu starten. Passend dazu gab es einen Film über unseren Gründungsvater Franz Kremer zu sehen. Anschließend ging es rüber ins Franz Kremer Stadion, um unsere Amateure gegen Wattenscheid anzufeuern. Dieses Spiel konnte zur Freude aller mit 2:1 gewonnen werden, der Kölsche Nachwuchs lebt. Das Spiel gewinnen konnten unsere Profis heute beim Tabellenzweiten leider nicht. Bestürzt mussten wir die Niederlage ohne das Gefühl, eingreifen zu können, im Geissbockheim miterleben, nicht einfach für uns. Nach dem letzten etwas traurig anmutendem Kölsch, ging es dann in zwei angemietete Kneipen, um als Szene gemeinsam den Spieltag karnevalistisch enden zu lassen.
Das Domstadt Syndikat hasst RB Leipzig, nächste Woche den Rekordmeister zu Gast.



1.Fc Köln 1:1 Schalke 04

22.02.2017

Am 21. Spieltag gastierte das GEsindel von S04 im Müngersdorfer Stadion. Leider erneut ein Sonntag-Abend 17:30 Spiel und damit bereits das dritte Mal seit Anfang des Jahres und es schlägt erst Mitte Februar. Spielen wir schon in der Euroleaque oder was soll das? Bis auf heute waren die Gegner ebenfalls auch keine Teilnehmer der Euroleaque. Klar die knapp 80km sind an einem Sonntag Abend für die Zahn- und Arbeitslosen durchaus machbar, dennoch fordern wir weiterhin: Spieltag ist Samstag 15:30 !!!
Wir als Szene trafen uns recht früh in zwei aneinander liegenden Lokalitäten unserer schönen Domstadt, um dann gemeinsam per Bahn- und Fußweg zum Stadion zu marschieren.
Das Spiel startete denkbar schlecht, die Gäste gingen schnell in Führung und dies sollte sich erstmal auch nicht ändern. Der Fc sollte heute nicht seinen besten Auftritt hinlegen. Dennoch waren unsere rot weißen Krieger durchgehend bemüht, ins Spiel zu finden. Dies gelang zu einem perfekten Zeitpunkt dann kurz vor der Pause durch einen schönen Treffer von Modeste. In der Folge hatten unsere Mannen zeitweise sogar die Führung auf dem Fuß, dennoch endete das Spiel am Ende leistungsgerecht Unentschieden.
Die Stimmung auf den Rängen erstarrte mit dem 0:1 erst einmal und es konnte bis zum Ausgleich immer wieder nur temporär laut werden. Nach dem 1:1 besserte sich das ganze, ohne wirklich zu überzeugen. Es blieb sehr spielabhängig. Bei einer Ecke unserer Mannen ging teilweise die ganze Süd mit, während des normalen Spielbetriebs schien teilweise nicht einmal halb S3 mit zu singen. So reihte sich die heutige Stimmung irgendwie in diese blöden Freitags- und Sonntagsauftritte ein, obwohl heute mit dem Westschlager Schalke zu Gast war.
Nächste Woche Karneval in Kölle. Wir möchten unserer Mannschaft alles Gute mit auf den Weg geben, bringt die drei Punkte mit Jungs !!!





Sc Freiburg 2:1 1.Fc Köln

15.02.2017

Es schlägt Spieltag 20 und eine weitere ätzende Spielansetzung zu Buche. Eine Terminierung für ein Spiel, bei dem beide Vereine rund 450 km trennen, auf Sonntag Abend 17:30 zu legen, benötigt erneut einiges an Inkompetenz. Der Nachweis dieser Inkompetenz wird wöchentlich bundesligaweit aufgefrischt, diese Woche hat es mal wieder uns getroffen. Die Herren der DFL scheinen schlichtweg nicht auf dem Schirm zu haben, dass es Leute gibt, die Montag tatsächlich auf die Arbeit müssen. Wenn sonntags Spielansetzungen schon unbedingt sein müssen, dann doch bitte Spielpaarungen, bei denen beide Gegner nicht 5 Stunden auseinander liegen. Generell fordern wir weiterhin: Spieltag ist Samstag 15:30, Ende.
Wir sind heute als Szene, auch auf Grund des anderenfalls Verschwenden eines weiteren Urlaubstages, relativ feudal per Schnellzug angereist. Angekommen im Breisgau musste sich die Schmier wieder einmal wichtiger machen als sie sind. Dies wurde kurzer Hand geklärt und der Block hergerichtet.
Das Spiel war heute, bis auf wenige Lichtmomente, eins der schwächeren unserer Mannschaft. So steht am Ende des Tages nur der zwischenzeitliche Ausgleichstreffer von Modeste und der Hochkaräter von Modeste, uns anschließend sogar in Führung zu bringen, auf der Habenseite. Schlussendlich verlieren wir heute jedoch nicht unverdient mit 1:2. Es Kommen wieder bessere Auftritte unserer rot-weißen Krieger. Dasselbe gilt auch für uns Fans auf den Rängen. Für das unbrisante Spiel in Freiburg Sonntag-Abend mit einem eher schlechten Auftreten unseres Fc, war die Stimmung annehmbar. Bedenkt man, dass uns mit einem Sieg Platz 3 gewunken hätte, war es eher mau.
So ging es enttäuscht zurück in die Domstadt, nächste Woche kommt das GEsindel.







Achtelfinale Pokal: Hamburger SV 2:0 1.Fc Köln

08.02.2017

Schmier im Wahn, schlechtes Spiel, Stimmung eher mau, der Traum vom Pokalfinale bleibt vorerst ein Traum.





Darmstadt 98 1:6 1.Fc Köln

31.01.2017

Der Rückrundenstart schickte uns ans Böllenfalltor nach Darmstadt. Dieser Spieltag stand auf Grund des viel zu früh von uns gegangenem Dominik, einem Mitglied der Wilden Horde, unter dem Gefühl der Trauer. Der Tod von Dominik hat auch uns als Gruppe erschüttert. So stand für uns schnell fest, dass wir der Horde folgen werden und lediglich unsere Zaunfahne einpackten. Jeder der uns kennt, weiß, dass wir für laute und bunte Stadionauftritte stehen. Der heutige Spieltag stellte für uns jedoch keinesfalls eine Alltagssituation dar und somit blieb heute der Faktor "bunt" in Form von Fahnen und Doppelhaltern zuhause.
Das kultige Stadion der letzten Jahrzehnte hatte bereits einige Veränderungen zu ertragen, dennoch war das Flair des Originals noch zu verspüren. Trotz der schweren akustischen Verhältnisse im offenen Rund des Gästeblocks blicken wir heute auf einen guten Auftritt zurück. Sowohl zu Anfang, als auch während des gesamten Spiels wurde es immer wieder angemessen laut. Klar, Luft nach oben meinen wir in Köln immer zu haben, jedoch bleibt heute echt wenig zu mosern.
Absolut nichts zu mosern gab es heute am fulminanten Auftritt unserer rot-weißen Krieger. Ja Darmstadt ist letzter und hat nicht gerade einen Lauf zu verzeichnen, dennoch ist es für uns keine Selbstverständlichkeit in Darmstadt zu gewinnen und schon gar nicht in der Manier, in der es unsere Mannen taten. An der Stelle auf Grund der Höhe des Ergebnisses abgekürzt, gewannen wir schlussendlich völlig verdient 6:1, weltspitze.
Die Rücktour konnte dementsprechend hochzufrieden angetreten werden, ehe man samt Europaambitionen in unserer schönen Domstadt angekommen war.




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