Europapokal 3.Spieltag: Bate Borisuff 1:0 1.FC Köln

27.10.2017


Diese Woche war es endlich soweit und es ging auf die langersehnte Reise nach Borisov. Wusste man nach der Auslosung noch gar nicht, wo sich dieses Loch genau befindet, entschied man sich, auch aufgrund fehlender Alternativen sich größtenteils in Minsk aufzuhalten. So machte sich der Großteil unserer Gruppe per Flieger auf in die weißrussische Hauptstadt, wo man Mittwoch-Abend eintrudelte und in das Nachtleben der Stadt abtauchte. Spätestens nach dem Antreffen allerlei bekannter Fratzen war die Vorfreude auf den morgigen Tag riesig und so endete die Nacht für einige Leute auch erst im Morgengrauen. Von vorneherein war eigentlich jedem klar, das in Weißrussland ein etwas anderes Maß an Strafen herrscht, dass dennoch an jeder Ecke (Militär-)Polizisten oder andere Gestalten ihre Umgebung beobachteten, hätten wir nicht gedacht.


Donnerstag-Nachmittag traf man sich dann mit alle Mann am Hauptbahnhof und brachte noch die letzten Schals und Fahnen an die Lück. Kurz darauf machte man sich mit einem sehr kultigen Zug (quasi Liebesgrüße aus Borisuff) auf den ca. 1 1/2 stündigen Weg Richtung Stadion. Bekam man am Anfang noch ein paar angsterfüllte Blicke von den Einheimischen, wenn 250 Bier trinkende und singende Kölner in die Bahn einsteigen, schritt die Miliz schnell ein und es wurde alles ein bisschen unauffälliger betrieben. An der Stadionhaltestelle angekommen, bekam man wirklich den Eindruck, dass es in Borisov nur das Stadion und ein paar verfallene Häuser gibt. Dies bildet wohl entgegen der aufpolierten Hauptstadt Minsk die Wirklichkeit in Weißrussland ab. Schnell wurden die Eingangskontrollen hinter uns gebracht, übrigens penibel von der staatlichen Miliz durchgeführt. So erreichte man den mit Kunstrasen belegten Gästeblock, wo anschließend alles durch Fahnen beflaggt wurde. Bemerkenswert war, dass das Stadion nicht mal ansatzweise ausverkauft war und auch die meisten Weißrussen, besonders in der "Heimkurve", erst zum Anpfiff ins Stadion kamen.


Zum Intro gab es ein kleines Fahnenintro der WH, wie wir denken nett anzuschauen. Was nun begann war wohl der schlimmste Teil von der ganzen Tour: Das Spiel. Wie man als Mannschaft einen derart lustlosen und unfähigen Auftritt hinlegen kann, erschließt sich einem nicht. Derart ignorant und unmotiviert im Europapokal in Weißrussland, fast 2000 km von zuhause weg, aufzutreten, wovon sicher nicht nur die rund 1500 mitgereisten Kölner seit Jahren geträumt haben, zeugt von deutlicher Unsicherheit und Schwäche. Folgerichtig fing man sich in der 55. Minute ein total überflüssiges Gegentor. Mehr muss man auch gar nicht zum Spiel verlieren, sonst kommt einem wieder die Galle hoch. Stimmungsmäßig machte man das Beste aus den Gegebenheiten. Von Anfang an merkte man den mitgereisten Fans die Motivation auf dieses Spiel an, jedoch wurden die Gesänge auch aufgrund der fehlenden Trommel (fand leider nicht den Weg ins Stadion) und des Spielverlaufs nicht lange getragen und verliefen hin und da im Sand. Grundsätzlich wäre mehr drin gewesen, dennoch möchten wir uns hier nicht wieder zu kritisch beurteilen und attestieren und selber einen ordentlichen Auftritt. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kam dann das zweite mitgebrachte Utensil zum Vorschein und es gab ein schönes Schal Intro, Organisator hier die Boyz Köln. Ab der  70. Minute wurde dann ein Schalter umgelegt und die Mannschaft wurde zum Kampf aufgefordert, was sie aber anscheinend überhaupt nicht tangierte. Es ist auch eine Riesen Frechheit, von Vereinsseite sich über diese Rufe zu echauffieren und zu behaupten, dass fehlender Kampf kein Problem sei. Seid ihr plind oder einfach nur plöd?


Zurück nach an den Stadtrand von Minsk ging es mit Shuttlebussen, von wo aus man dann noch einige Kilometer zu Fuß gingen mussten. Kurzer Hand nahm man die U-Bahn, schien dem Militär nicht ganz zu gefallen. Anschließend ging es dann morgens nach einer schlaflosen Nacht zurück nach Köln.


Generell war es wirklich eine starke Tour und auch mal schön nur unter uns als Kölner Fanszene diese 2 Tage zu verbringen, da der geneigte Express Leser sich so eine Tour nicht antut und lieber onanierend vom Sofa aus in den sozialen Netzwerken über die "Schmadtke Raus"-Rufe die Finger wund tippt.


Hoffentlich wird bei der Mannschaft zeitnah ein Schalter umgelegt, am besten direkt am Sonntag gegen Werder Bremen.

 


 



AbseiDS des Fußballs: Heimspiel gegen den SV Werder Bremen ab 11:30 Uhr vor der Süd - Klamotten sammeln für Kölsche Pänz !!!

18.10.2017





Als ein fest etabliertes Mitglied der Südkurve Köln haben wir uns als Gruppe bereits vor Monaten dazu entschieden in einer anderen Form etwas Positives für unsere Stadt zu leisten. Früh ist dann auch schon der persönliche Kontakt zur Jugendhilfe Köln e.V. entstanden. Uns war es wichtig, dass ein Projekt entsteht bei dem die Hilfe der Kölner Jugend zugutekommt und das Projekt in direkter Verbindung mit unserem geliebten 1. FC Köln steht. Gemeinsam haben wir uns, wie auf dem obigen Flyer beschrieben, auf eine Kleidersammlung an unserem Müngersdorfer Stadion entschieden. Besonders hat uns bei diesem Konzept der doppelte Effekt gefallen, dass nicht „nur Kleider für Kölner Bedürftige gesammelt werden sondern im Rahmen der Arbeit der Kölner Jugendhilfe durch die Sammlung zusätzlich noch der Kölner Jugend zur einer Anstellung verholfen wird, indem sie die gesammelte Kleidung sortieren, gegebenenfalls aufbessern und anschließend verkaufen.

Für weitere Informationen über die Jugendhilfe Köln e.V. und dem Projekt als solches zeigen wir nachfolgend weitere Ausschnitte aus unserem Interview mit einem Verantwortlichen der Jugendhilfe Köln:


Domstadt Syndikat: Was geschieht mit der gesammelten Kleidung?


Jugendhilfe Köln: Sie werden nach verschiedenen Anlässen sortiert und für den Verkauf aufbereitet.


Domstadt Syndikat: Welche Kleidung wird benötigt?


Jugendhilfe Köln: Damen- und Herrenbekleidung, Kinderbekleidung, Schuhe (jeweils in allen Variationen).


Domstadt Syndikat: Was passiert mit dem Erlös aus dem Verkauf der Kleidung?


Jugendhilfe Köln: Der Erlös fließt in die Arbeit der Jugendhilfe ein.


Domstadt Syndikat: Geht es bei der sogenannten „Kleiderkammer, in der die gesammelte Kleidung verkauft wird, lediglich um die Verteilung der Kleidung oder steckt hier noch mehr dahinter?


Jugendhilfe Köln: Es geht nicht nur um die Verteilung sondern auch darum, dass Teilnehmer/innen aus unseren Maßnahmen unter fachlicher Anleitung die fachmännische Aufbereitung (Textilpflege und Textilreinigung) und Präsentation von Kleidungsstücken erlernen.


Domstadt Syndikat: Wie viele Menschen erreicht ihr mit eurer Hilfe bzw. wem steht die Kleiderkammer zum Kauf offen?


Jugendhilfe Köln: Die Kleiderkammer steht allen Teilnehmenden unserer Projekte sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern offen. Unser Angebot steht somit allen Personen offen, die es wahrnehmen möchten



Wir als Gruppe erhoffen uns eine langfristige Kooperation mit der Jugendhilfe Köln e.V. und sind uns sicher, dass wir eine solche Kleidersammlung in Abständen von einem Jahr regelmäßig mit großem Erfolg wiederholen können. Hierfür ist es besonders wichtig, dass wir bereits am Spieltag gegen Werder Bremen am Sonntag den 22.10.2017 um 13:30 ein gutes zweites Jahr unseres Projektes „AbseiDS des Fussballs€œ hinlegen. Der Erfolg des Projekts ist somit von der Kleiderspende jedes einzelnen abhängig.


Deswegen bitten wir euch dazu: Durchforstet eure Kleiderschränke, nehmt Kleidung in jeglicher Form mit in Richtung Müngersdorfer Stadion und gebt sie im Vorhinein des Spiels direkt vor der Südkurve bei uns am Stand ab!


Wir zählen auf eure Hilfe für die Jugend unserer Stadt!


8. Spieltag: VfB Stuttgart 2:1 1.FC Köln

18.10.2017

Freitag-Abend stand das Auswärtsspiel in Stuttgart an, mal wieder eine zu kritisierende Spielansetzung. Trotzdem ein Tag Urlaub draufging, schafften wir es auf Grund schwieriger Verkehrslage um Stuttgart herum nicht pünktlich zum Spiel. Somit war die konspirative Anreise leider zeitlich total im Sack und wir waren für sämtliche Schamützel, trotz unerkannt bleiben bis unmittelbar vor dem Gästeblock, zu spät.

Zum Spiel bleibt eingentlich nur festzuahlten, dass unsere rot-weißen Krieger stets bemüht waren, auf Grund der aktuellen Situation aber einfach alles schief zu laufen scheint. Nach gefühlt 30 Jahren Siegesserie beim VfB verloren wir heute denkbar unglücklich kurz vor Abpfiff die Partie mit 1:2.

Stimmungstechnisch sind wir heute auch hinter unseren Ansprüchen zurück geblieben. Des Weiteren wieder SV'ler Abfuckerei vorm Stadion seitens der Schmier, Danke dafür.

Festzuahlten bleibt hier nur, dass so langsam mal ein Weckruf erfolgen muss, sonst ist der HSV auf dem Relegationsplatz bereits zur Winterpause uneinholbar vor uns und wir müssen für Liga 2 planen.

AUF GEHT'S FC, KÄMPFEN UND SIEGEN!!! 

7. Spieltag: 1.FC Köln 1:2 Red Bull

04.10.2017

Keiner kann sich ein geileres Heimspiel, als gegen die Flügelverleiher aus Ostdeutschland vorstellen. Stimmung Granate. Tolles Spiel. Einfach alles total toll. Ein Duell auf Augenhöhe in jedem Belangen. Tolle Fans begleiten die Bullen, der "Verein" Tradition pur, die ruhmreiche Geschichte der Brausepisser, vor allem die Gründung ein Gaumenschmaus, Vereinsleben par excellence, die Mitglieder des "Vereins" verspüren ihre Wichtigkeit am Fußball-Mafia-Geflecht anhand ihrer Stimme. Der Burnout-Ralle hängt am Mateschitz-Tropf, Kohle läuft bei dir Sunny. Spielerschieberei läuft auch weiter auf eure Nacken. Das Vertreten des Deutschen Fußballs seitens dem Pastevertreiber auf internationaler Ebene auch top. Timo Werner ist nach Mutterwechsel kein Hurensohn mehr, sondern mutiert zum Nationalheld, alles wunderbar eben. Toll, sehr toll sogar.


Der FC verliert trotz gutem Auftritt 1:2. Stimmung war jedem ins Gesicht geschrieben, kein Bock auf Red Bull.


Für uns seid ihr nicht ertragbar. Niemals. Niemals!


Europapokal 2.Spieltag: 1.FC Köln 0:1 Roter Stern Belgrad

04.10.2017

Das Spiel gegen Roter Stern Belgrad wird für viele das Heimspiel-Highlite der letzten Jahre gewesen sein. Leider ging am Vorabend deutlich zu wenig. Teilweise begründet durch den übertriebenen Polizeieinsatz, teils aber auch in Folge dessen begründet durch zu vorischtiges Aggieren unsererseits, muss man leider so festhalten. Es stehen zwar aktuell viel zu viele draußen vor den Stadiontoren, dennoch ist unser Anspruch an einem solchen Tag natürlich volles Kanonenrohr und nichts anderes. Bis auf kleine Schamützel blieb jedoch leider der große Wurf, den wir anstrebten, aus.

Stimmungstechnisch war es ein heute ein sehr guter Auftritt aller FC-Fans im Müngersdorfer Stadion, Motivation pur war zu verspüren. Entsprechend gestaltete sich das Intro. Ein kleine Art Chaoschoreo mit Schnipseln, Konfettikanonen und weiteren Stilmitteln bildete neben der ein oder anderen Fackel ein stimmiges Bild.

Wie gesagt Stimmung top, auch in den weniger guten Phasen des Spiels wie beispielsweise eigentlich der gesamten ersten Halbzeit, in der unsere rot-weißen Krieger auf voller Linie enttäuschten. Folgerichtig ging es mit 0:1 in die Pause. In der zweiten Hälfte warfen unsere Mannen alles rein. Schlussendlich standen 3 Pfostentreffer einem positiveren Ausgang des Spiels im Wege und so verlieren wir auch die zweite Europokalbegegnung.

Nach dem Spiel wurde nochmals ein Anlauf genommen, um mit dem Gegner auf das tolle Fußballfest anzustoßen, jedoch schienen die Serben schon abgereist.






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